Schnittansicht
Ansicht Ost

Ansicht West
Ansicht Nord - Schnittansicht

Feuer- und Rettungswache Wiesbaden-Igstadt - 4. Preis

2016

Nicht offener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Auslober
Landeshauptstadt Wiesbaden

Aufgabenstellung
Die Landeshauptstadt Wiesbaden plant den Neubau einer Feuer- und Rettungswache, welche die bestehende Feuerwache in Bierstadt und die provisorische Rettungswache in Wiesbaden-Igstadt ersetzen soll, Ferner soll für die Freiwillige Feuerwehr eine neue Unterbringung integriert werden. Durch die gleichzeitige Unterbringung von ddrei Nutzern sollen Synergieeffekte genutzt werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein zukunftsweisendes Gebäude zu entwickeln, welches den gestalterischen und technischen Anforderungen einer modernen Feuer- und Rettungswache entspricht.

Berufsfeuerwehr
BGF 3.018 qm
Freiwillige Feuerwehr
BGF 424 qm
Rettungsdienst
BGF 547 qm
Allgemein
BGF 186 qm

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
„Die Entwurfsverfasser wählen eine u-förmige Baukörperfiguration, die sich zur Nordenstädter-Straße hin öffnet. Die lärmintensiven Nutzungen sind konsequent zum Hof hin orientiert. Von Osten kommend präsentiert sich das Projekt mit seiner Staffelung aus einem zwei- und dreischossigen Kopfbau als ein angemessener und differenziert gestalteter Ortseingang. Über die Platzierung des Feuerwehrturms an der Straße erhält die Feuer- und Rettungswache ein deutliches Signet ohne aufdringlich zu wirken. Der Blick in den Hof macht die Nutzung einsehbar. Das Vorfeld der Feuer- und Rettungswache ist geprägt von einer Grünfläche und einem kleinen Parkplatz, der den Bereitschaftskräften der Freiwilligen Feuerwehr dient. Dies ist für den Alarmfall optimal organisiert. Die restlichen Parkplätze sind in einer Parkgarage untergebracht, die durch ihre Lage im Süden des Geländes die Topographie geschickt nutzt. Durch die unterirdische Parkierung werden Flächen frei, die das Projekt den Schulungsbereichen und den Sportnutzungen als qualitätsvolle Freifläche zuordnet. Es wird ein überdurchschnittlicher Wert an unversiegelter Fläche erreicht... Die räumliche Organisation der drei Nutzungen auf dem Gelände ist sehr gut organisiert... Besondere Qualitäten zeigt das Projekt in der Anordnung der Räume in Bezug auf ihre Orientierung zum Hof und zur Landschaft. Im Inneren sind spannungsreiche Blickbezüge zwischen den einzelnen Geschossebenen hergestellt. Die Hoffläche mit all ihren Bewegungsflächen und Nutzungsbereichen ist gut strukturiert, insbesondere die Übungsfläche ist hier zu nennen. Die Organisation des Raumprogramms wird als weitgehend stimmig und funktional erachtet. Das Raumprogramm ist wirtschaftlich umgesetzt. Insbesondere die kurzen Alarmwege, die Organisation der Sozial- und Verwaltungsbereiche werden positiv beurteilt. Räume in den Innenecken des Grundrisses werden gut und sinnvoll genutzt... Die Fassaden sind der Aufgabe angemessen gestaltet. Die Backsteinfassade ist gut proportioniert und trägt in der Ausformulierung an jeder Stelle den dahinterliegenden Nutzungen Rechnung... Die robuste Materialität des Gebäudes wird unter dem Aspekt der Unterhaltskosten als nachhaltig bewertet."