Integrierte Gesamtschule Kandel - 1. Preis

2017

Nicht offener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Auslober
Landkreis Germersheim

Aufgabenstellung
Die Integrierte Gesamtschule Kandel (IGS) soll im Rahmen des Schulentwicklungsplanes bei laufendem Betrieb um Klassen- und Fachräume, Ganztagesbereich, Verwaltungstrakt und Mensa erweitert werden. Besonderer Wert wird neben Wirtschaftlichkeit und ökologischen Aspekten auf die Neugestaltung der Freiflächen und Pausenhofflächen gelegt.

NF Schule 2.940 qm
NF Mensa 400 qm

Auszug aus der Preisgerichtsbeurteilung
„Die Verfasser setzen einen klaren, gestreckten Baukörper in Bezug zum Bestandsgebäude von 1998 und schaffen damit ein städtebauliches Pendant, das das Rudiment zu einer stimmigen Gesamtanlage vervollständigt. Raumkanten, Fluchten und Proportionen des Bestands werden aufgenommen, und bilden den Rahmen für eine neue Interpretation des Themas Schulbau. Zwischen den beiden Baukörpern spannt sich der Pausenhof als zentraler Freibereich, der in seiner klaren und deutlichen Gestaltung dem Baukörper folgt und gleichwertige Gewichtung im Gesamtensemble als gefasster Außenraum erhält. Demgegenüber steht der Landschaftsgarten im Westen des Grundstücks, der als informeller Frei- und Rekreationsberecih ein wertvolles Angebot bildet. Die Grundrissstruktur des Entwurfs nimmt diese Dualität richtig auf, indem die Klassenräume Ost-West-orientiert sich jeweils zu einem der beiden attraktiven Außenräume öffnen. Die beiden Raumspangen werden über eine großzügige, von oben mit Tageslicht durchflutete zentrale Erschließungszone verbunden, die durch Lufträume Sichtbeziehungen und Orientierung bietet und Raum gibt für Begegnungen und Aktivitäten. Der Foyerbereich ist in Querrichtung zur inneren Halle durch das Gebäude „durchgesteckt“ und gliedert damit den längst gerichteten Baukörper. Im Erdgeschoss wird funktional sinnvoll der Verwaltungsbereich hierdurch vom Klassenbereich abgetrennt und ist damit unmittelbar vom Eingang aus erreichbar. Durch diese Position schafft der Foyerbereich eine Verbindung der beiden unterschiedlich charakterisierten Außenräume durch das Gebäude hindurch. Die klare konstruktive Struktur des Stahlbetonskelettbaukörpers spiegelt sich in einer klaren Raumstruktur, in der der Wechsel von Räumen unterschiedlicher Größe selbstverständlich gelingt. Dem entspricht auch die Fassadengliederung als Bandfassade, die Flexibiltät in den Raumstrukturen begünstigt. Belebt wird diese Fassade durch Lärchenholzlamellen, die zur Gliederung eingesetzt werden. Der kompakte, klar strukturierte Baukörper und die einfache Konstruktionsweise lassen eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten... Die Arbeit stellt einen wertvollen Beitrag dar, durch eine Lösung die mit klaren Strukturen und einfachen Formen hohe Innen- und Außenraumqualitäten schafft.“