Kreativwirtschaftszentrum Alter Schlachthof 57 Karlsruhe - Anerkennung

2017

Planungswettbewerb nach RWP 2013

Auslober
Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG

Aufgabenstellung
Die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG beabsichtigt am Standort des Alten Schlachthofs in Karlsruhe den Neubau eines Kreativwirtschaftszentrums für etablierte Firmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaftsszene. Der Neubau entsteht in der Nähe des 2011 realisierten Existenzgründerzentrum „Perfekt Futur“ und neben dem sich aktuell in der Umsetzung befindenden „Wachstums- und Festigungszentrum“.

BGF 3.800 qm

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
„Der klar und einfach gegliederte Baukörper fügt sich städtebaulich angenehm in die Umgebung und das Ensemble des alten Schlachthofs ein und hält die Vorgaben aus dem Bebauungsplan ein. Die zu erhaltene Graffitiwand zum Messplatz wird selbstverständlich in das Gebäude integriert. Das Gebäude schafft es durch allseitig belichtete Fassaden keine Rückseiten zu entwickeln. Der Eingang ist richtig angeordnet und wirkt durch einen Rücksprung in der Fassade einladend und ist leicht erkennbar... Direkt an das Foyer grenzt das zentrale Treppenhaus, welches ab dem Erdgeschoss sehr schön von Süden über einen Luftraum belichtet wird und einen Bezug zum Messplatz nach Süden ermöglicht. Das Gebäude strahlt eine ruhige, schlichte Wirkung durch seine streng rhythmisierenden Klinkerfassaden aus. An der Ostfassade bietet der Verfasser durch die Anordnung des Fluchttreppenhauses eine größere geschlossene Fläche an, an welcher der gewählte Klinker seine Wirkung entfalten kann… Das Verhältnis von Glas- zu Wandfläche ist wirtschaftlich und angenehm proportioniert. Die innere Organisation überzeugt durch seine einfache klare Strukturierung… Die Geschosse bieten durch die zwei sinnig angeordneten Treppenhäuser, die außermittig angeordneten Stützen und die schlanken Stahlbetonflachdecken bis zu 8,50 m große Spannweiten die zu einer hohen Flexibilität in der Grundrissorganisation führen… Die an den Stirnseiten schlanken Rankgitter für die Fassadenbegrünung kommen aus dem Erdreich und verbinden sich überlegt mit den Aurazonen im Norden und Süden. Insgesamt zeichnet sich der Beitrag durch seine Ruhe und Selbstverständlichkeit aus und erfüllt weitgehend die Anforderungen der Auslobung.“