Grundschule Haslach - 1. Preis und Auftrag

2018

Planungswettbewerb nach RPW 2013

Auslober
Stadt Herrenberg

Aufgabenstellung
Die Stadt Herrenberg beabsichtigt den Neubau der Grundschule im Ortsteil Haslach, der außerdem Erweiterungsflächen für die Kindertagesstätte sowie Gemeinschaftsflächen enthalten soll. Die Erweiterungsflächen der Kita sollen dabei über eine Anbindung mit dem Bestand verbunden sein. Der Neubau soll für einen offenen Ganztagsbetrieb geplant werden.

NF 1.100 qm

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
„Mit der Entwurfsidee „3 Nutzungen – 3 Häuser“ gelingt es den Verfassern auf überzeugende Weise, ein Gebäudeensemble zu entwickeln, das durch seine maßstäbliche Gliederung in drei Einheiten, seine bewegte, sich in die umgebende Bebauung einfügende Dachlandschaft und seine wohltuend ruhige Anmutung einen starken Schulhaustyp vorschlägt, der sich für den Stadtteil Haslach zu einem identitätsstiftenden Ort der Bildung, Erziehung und Gemeinschaft etablieren kann.Die abgestaffelten Baukörper nach Süden schaffen eine Plastizität der Baukörper, die mit terrassierten Freiflächen im Außenraum fortgeführt wird, unaufgeregt zum Bestand überleitet und der Topographie des Grundstücks mit einfachen Mitteln Rechnung trägt. In der inneren Organisation besticht die Arbeit durch eine klare, robuste Grundstruktur, die eine gute Orientierung und Belichtung im Gebäude ermöglicht und eine große Funktionalität verspricht. Wohl proportionierte Raumabmessungen, verbunden mit angemessenen Verkehrsflächen, die sich zu Lernzonen mit Aufenthaltsqualität erweitern, bieten den passenden Raum für heutige Anforderungen im Schulbetrieb. Die funktionale Aufteilung der drei Nutzungen auf drei Häuser, wobei der Mehrzweckbereich auch separat nutzbar ist, ist gut gelöst... Die Anmutung des Gebäudes im Äußeren wird geprägt von einer sensibel komponierten Lochfassade, die eine Betonung durch gerahmte, gut gesetzte Öffnungen erfährt und durch die senkrechte Holzverschalung zu einem Gesamtensemble verbunden wird... Im Inneren zeigt sich die Materialität des Massivbaus, der hinsichtlich sommerlichen Wärmeschutzes und Speichermasse durchaus sinnfällig ist... Durch seine klare Struktur, sein kompaktes Volumen und die vorgeschlagene Mischbauweise, die ohne Unterkellerung auskommt, lässt der Entwurf eine wirtschaftliche Realisierung erwarten. Ein der Aufgabe angemessenes und dem Entwurf entsprechendes Material- und Energiekonzept, verbunden mit der klaren Grundstruktur erfüllt die Anforderungen an die Nachhaltigkeit sehr gut. Insgesamt besticht der Entwurf durch seine starke Schulhaustypologie, robuste Grundstruktur, sensible Raumgestaltung und schafft damit eine Lösung, die der Aufgabenstellung in äußerst überzeugender Weise entspricht.“