Neuordnung Areal "Bildungszentrum West" Ludwigsburg - 2. Preis

2018

Planungswettbewerb nach RPW 2013

Freianlagenplanung: Wiederkehr Landschaftsarchitekten
Tragwerksplanung: Leonhardt, Andrä und Partner
HLS-Planung: Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft

Auslober
Stadt Luwigsburg

Aufgabenstellung
Die Stadt Ludwigsburg beabsichtigt die Neuordnung des Schulstandortes „Bildungszentrum West“ in Ludwigsburg. Der hierzu ausgelobte Planungswettbewerb umfasst die Planung für den Neubau einer 5- zügigen Realschule und eines 5-zügigen Gymnasiums mit Ganztagesbereich Mensa und Schulhofflächen, die Neustrukturierung der Stadtteil- und Schulbibliothek, eine zweiteilbare Sporthalle mit Kraftraum für den Schul- und Vereinssport sowie eine vereinseigene Basketballhalle.

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
Die städtebauliche Konfiguration strukturiert auf unaufgeregte Art und Weise das Grundstück des Bildungszentrums West. Entlang der Kaiser Straße entsteht ein in drei Teilen gegliederter großer Baukörper, der auf der einen Seite durch seine Massivität eine gute Balance zu den schweren Bestandsgebäuden schafft und des Weiteren durch seine Gliederung einen guten Maßstab im Sinne der Nutzung erreicht. Zusammen mit dem zurückversetzten Mensagebäude entsteht ein Quartiersplatz, der sowohl den Haupteingang des Schulhauses erschließt als auch das erwähnte Bibliotheks- und Mensagebäude. Diese städtebauliche nach Osten hin asymmetrische Anordnung erscheint geschickt, sie schafft durch den Versatz eine gewisse Eigenständigkeit der Figur, was zu begrüßen ist. Auf der anderen Seite orientieren sich die Gebäude in ihrer Materialisierung und Proportionen durch den Klinker und die Sockelbildung eindeutig am Bestand. Diese Ambivalenz schafft nach Meinung des Preisgerichtes eine gute Spannung. Die Fassadengestaltung erhält durch das durchgehende Maß der Öffnungen eine ruhige und gleichmäßige Eleganz die einem Schulhaus sehr angemessen zusteht. Die grobe innere Organisation des Schulhauses insbesondere die Eingangsituation und das Foyer überzeugen durch gute Proportionen sowie selbstverständliche Orientierung. Die Dreigliedrigkeit der Gesamtform entwickelt eine gemeinsame Struktur, an der sich aber gleichsam die verschiedenen Schultypen gut ablesen und erschließen lassen. Klassenräume und Zwischenräume werden rational angeordnet, entwickeln aber gleichsam durch ein einfaches Wechselspiel qualitative Lernsituationen... Es wird positiv angemerkt, dass die Realisierung in Bauabschnitten ohne Interimslösung möglich ist. Das Schulgebäude ist wirtschaftlich konzipiert. Die gewählte Stahlbeton-Skelettbauweise unter Verwendung von Flachdecken ist wirtschaftlich und ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität in den Grundrissen für eine nachhaltige Nutzung... Die neue Sporthalle hat eine gute Zugangssituation für Schul- und Vereinssport... Das am BZW wichtige Thema Sport wird in der Gestaltung des Außenbereichs anspruchsvoll mit aufgenommen... Das angebotene Konzept erscheint insgesamt als sehr robust, was insbesondere für die phasenweise Entwicklung als wesentlich zu bewerten wäre.“